Abteilung Quatsch – Hüpfelig

Gedankliche Schubladen aufräumen

Ich räume gedanklich auf.

Mit wachsender Begeisterung finde ich dabei ständig neue Sachen.
Ich kann anscheinend irgendwie alles gebrauchen.

Suchend finde ich einen guten Grund weiterzukramen.

Also wühle ich ein bisschen herum, wirble Staub auf –
und schon liegt alles Mögliche im Raum.

Mein Blick fällt auf mein Geschirrtuch.

„Wo Staub liegt, ist Frieden.“

Na dann.

Ich werde zum Kleinkrämer.
Verliere mich in der Kleinteiligkeit.
Sortiere, verschiebe, verdrehe.

Bis alles einmal ordentlich auf links gedreht ist.

Nicht völlig aus der Spur.
Nur ein kleines bisschen daneben.

Meine Gedanken stolpern und straucheln.
Manche stellen sich dabei selbst ein Bein.

Irgendwas verlegt und sich selbst plötzlich gefunden. Hups.

Zitronen, Stolpersteine, Schüsse vor den Bug. Alles dabei. Und gelegentlich ein Fettnäpfchen. Ich mittendrin.

Fragen, Fragen, Fragen, Fragen. Wenige Antworten viele Gegenfragen. Eine fällt der nächsten ins Wort.

Der direkte Weg führt manchmal schneller am Ziel vorbei.

Weitergehüpft. Der Boden ist Lava.

Von einem Fettnäpfchen ins nächste.


Ein bisschen wühlen.
Ein bisschen Staub aufwirbeln.


Ein bisschen Kopfstand hilft immer.

Und plötzlich sieht die Welt ein bisschen anders aus.

Ein verrückter Gedanke.
Eine unerwartete Inspiration.
Eine Lösung, die vorher noch gar nicht auf dem Zettel stand.

Und plötzlich finde ich mich selbst mitten im Weg.

Na toll.

Mit der Erkenntnis brauche ich dann erst mal einen Matcha Latte.

Humbug mit Tiefgang.