Irgendwo darin ist vielleicht dieser kleine Dreh möglich, durch den sich der Blick wieder weitet.
Vielleicht beginnt er mit der Frage nach dem Raum.
Wie geben wir Raum?
Wie gestalten wir miteinander einen Raum, in dem Begegnung möglich wird?
Begegnung heißt nicht, dass wir dasselbe sehen.
Unterschiedliche Wahrnehmungen dürfen bleiben.
Spannend wird es dort, wo wir wahrnehmen, was dazwischen entsteht.
Vielleicht beginnt Begegnung manchmal mit einem einfachen:
Aha. So siehst du das.
Kunst und Kreativität können etwas in Bewegung bringen.
Sie machen etwas wahrnehmbar.
Ein Bild. Ein Text. Eine Form. Ein Gedanke.
Etwas kann darin anklingen: eine Erinnerung, eine Frage, eine eigene Wahrnehmung, eine neue Möglichkeit.
Was braucht es, damit das, was in uns anklingt, nicht wieder verstummen muss?
Daraus kann Resonanz entstehen.
Nicht als Gleichklang.
Nicht als Einigung.
Sondern als eigene Bewegung.
Vielleicht liegt genau darin eine besondere Kraft von Kunst und Kreativität:
Sie geben keine Antworten.
Sie machen Möglichkeiten sichtbar.
Und vielleicht bleibt dieser Dreh nicht bei der Kunst.
Die Frage stellt sich mitten im Alltag:
Wie schaffen wir Räume, in denen unterschiedliche Wahrnehmungen bleiben und etwas Neues entstehen kann?
Vielleicht gibt es dafür keine Methode.
Vielleicht gibt es viele Möglichkeiten.
Vielleicht beginnt es genau dort, wo wir aufhören, nach der einen richtigen Möglichkeit zu suchen.
Und anfangen, die Vielfalt dessen wahrzunehmen, was miteinander entstehen kann.
Wir sehen uns, Manu Dillenburg-Lux