Was zwischen Menschen geschieht
Manchmal liegt das Entscheidende weder bei dem einen noch bei dem anderen. Sondern dazwischen.
Zwischen dem, was jemand meint, und dem, was beim anderen ankommt. Zwischen unterschiedlichen Wahrnehmungen, Erwartungen und dem, was unausgesprochen bleibt. Zwischen dem Wunsch, gemeinsam etwas zu bewegen, und dem, was Begegnung schwierig macht.
Dieses Dazwischen gehört zu unserem beruflichen Alltag. Es prägt, wie wir zusammenarbeiten, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und miteinander umgehen. Oft wirkt es, ohne dass wir es unmittelbar bemerken.
Vielleicht kennen Sie solche Momente:
Sie sehen, woran es hakt. Andere sehen etwas anderes.
Ein Gespräch scheint geklärt. Und trotzdem ist etwas offen geblieben.
Eine Kleinigkeit verändert die Zusammenarbeit. Oder etwas bewegt sich, obwohl noch längst nicht alles geklärt ist.
Die Geschichten in Das Zwischending erzählen von solchen Momenten. Von Menschen, die miteinander arbeiten, sich missverstehen, aneinandergeraten, sich überraschen oder neue Wege finden. Von Situationen, in denen nicht alles so eindeutig ist, wie es zunächst scheint.
Dabei geht es nicht um Patentrezepte. Nicht jeder Konflikt lässt sich lösen. Nicht jede Zusammenarbeit gelingt. Und Verstehen bedeutet nicht automatisch Zustimmung.
Mich interessiert, was sichtbar wird, wenn wir genauer hinsehen: aufeinander, auf uns selbst und auf das, was zwischen uns entsteht.
Denn manchmal verändert sich etwas, wenn wir die Situation anders betrachten. Nicht unbedingt das Verhalten der anderen. Nicht unbedingt die Umstände. Aber vielleicht das, was von hier aus möglich wird.
Was geschieht gerade zwischen uns – und was könnte daraus werden?
Wir sehen uns, Manu Dillenburg-Lux